Die Geschichte des City Center Amstetten - City Center Amstetten

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News.

06.12.2017
Die Geschichte des City Center Amstetten

Mit knapp 60 Shops auf drei Verkaufsebenen ist das City Center Amstetten (CCA) heute das größte innerstädtische Einkaufszentrum in Niederösterreich. Das Grundstück mitten im Herzen der Stadt Amstetten, auf dem sich heute das CCA befindet, ist bereits lange vor dem Bau des Einkaufszentrums wirtschaftlich genutzt worden. Im Laufe der Geschichte drehten sich hier Mühlräder, Hüte für den Export in ganz Europa wurden erzeugt und Textilien produziert.

13. Jahrhundert

Frühe Aufzeichnungen über die Siedlungsentwicklung in Amstetten belegen, dass auf dem Grundstück des heutigen CCA ab dem 13. Jahrhundert mehrere Mühlen standen. Diese Anlagen schufen gemeinsam mit der landwirtschaftlichen Tätigkeit in der Region die Basis für die Besiedelung Amstettens. 

1649

Ein bekannter Kupferstich von Matthäus Merian zeigt auch das Mühlenviertel auf einer Flussinsel, die durch den Mühlbach und einen Nebenarm der Ybbs entstanden war. In frühen Jahren reichte der nördliche Lauf der Ybbs bis an die Waidhofner Straße, unweit des CCA und floss dort mit dem Mühlbach zusammen. 

1683

Das Gelände war unter dem Namen „Auf der Wieden" bekannt und beherbergte die nach ihrem Besitzer benannte „Kranzer Mühle“. 

1848

Die Gegend um die Wörthstraße und die Waidhofner Straße – eine der ältesten Siedlungszonen Amstettens – unterstand bis zum 18. Jahrhundert der Herrschaft der Familie Seisenegger. 

1881

Das Gelände ging in den Besitz von Anton und Katharina Breit über. Die von der Familie betriebene Mühle wurde von den Amstettnerinnen und Amstettnern ab diesem Jahr als „Breitmühle" bezeichnet. 

1906

Thomas und Anna Paar kauften das Gelände, veräußerten es aber schon 1908 an den Engländer Thomas Gramlick, der den Bau einer Hutfabrik beauftragte. Bereits 1911 kaufte diese ein gewisser Vinzenz Nohel („Haarhut- und Stumpenfabrik Vinzenz Nohel“), der sie seinerseits im Jahr 1916 an Gustav und Ludwig Ita weiter veräußerte. 

1918

Der Nachfolger Heinrich Ita erwarb ein zusätzliches Gebäude samt Grundstück an der Adresse Wörthstraße 18 und baute die Hutfabrik zur „Vinzenz Nohel Ita Haar-, Hut- und Stumpenfabrik“ aus. Er führte das Unternehmen mit rund 900 Arbeiterinnen und Arbeitern zu einer beeindruckenden Produktionsleistung – die Amstettner Hüte wurden bis in die 1930er Jahre vorwiegend nach England exportiert bis die Produktion durch hohe Importzölle fast zum Erliegen kam. 

ab 1945

Ab dem Ende des Zweiten Weltkrieges arbeiteten wieder viele Amstettnerinnen und Amstettner in der Hutfabrik von Heinrich Ita. 

1972

Der Betrieb der Hutfabrik wurde eingestellt und die Fabrikanlagen abgerissen – mit ihnen auch ein 34 Meter hoher Schlot. Das Areal wird an die deutsche Bekleidungsfirma Bücking-Dreinaht und die Stadt Amstetten verkauft. Wieder fanden viele Amstettnerinnen und Amstettner zahlreiche Arbeitsplätze in der Textilproduktion. 

1989

Das Unternehmen musste wegen sich verändernden Märkten und neuer Konkurrenz schließen und die Betriebsgebäude wurden erneut abgerissen. Auf dem Grundstück siedelten sich einzelne Geschäfte an. Darunter waren zum Beispiel eine Näherei oder eine Filiale der Lebensmittelkette Hofer. 

1991

10 Einkaufsläden im Amstettner Zentrum schlossen sich unter dem Markennamen „Shopping Center Amstetten“ (SCA) zusammen. Nicht nur ein gemeinsamer Markenname, auch gemeinsame Werbeaktivitäten waren das Ziel. 

1999

Im Jahr 1999 übernahm die heutige Eigentümerin, die IG Immobilien Management GmbH, das SCA. Die vorhandenen 5.000 m2 Verkaufsfläche erfüllten den Anspruch an ein modernes Einkaufszentrum jedoch nur unzureichend. 

2000

Der Bau eines neuen Einkaufszentrums wurde gestartet. Dabei stieß man auf weitere historische Spuren: Das Bundesdenkmalamt startete eine Ausgrabung, bei der auf dem Gelände eine Gerberei und mehrere Töpfereien aus dem Mittelalter entdeckt wurden. 

2001

Im Jahr 2001 wurde das neue Einkaufszentrum eröffnet und punktete mit mehr als 8.000 m2 Verkaufsfläche. Zusätzlich zur vergrößerten Geschäftsfläche wird auch eine eigene Sporthalle eingerichtet, die seither auch von den Schülerinnen und Schülern der Ordensschule genutzt wird. 

2003

Im zweiten Schritt wurde die Verkaufsfläche bei laufendem Einkaufsbetrieb um weitere 14.500 m2 vergrößert. Der neue Bauteil ist über einen Glas-Steg mit dem alten Gebäude verbunden. Das war die Geburtsstunde des CCA, wie wir es heute kennen. 

2010

Räume, die früher vorher ungenutzt waren, wurden zu Geschäftsflächen umgewandelt. Zusätzlich konnten so 1.600 m2 Einkaufsfläche gewonnen werden. 

2016

Das Einkaufszentrum wird einem umfassenden Refurbishment unterzogen, das Parkflächen sowie Innen- und Außenbereiche des CCA umfasst. 

2017

Anfang September werden die Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten mit einem dreitätigen Fest feierlich abgeschlossen. Mit rund 60 Shops auf einer Verkaufsfläche von 25.100 m2 punktet das CCA besonders mit seinem einzigartigen Angebotsmix und dem durchdachten Raum- und Shopkonzept. Darüber hinaus machen die verkehrsgünstige Lage und 840 Parkplätze das CCA für die Bewohner der Region besonders attraktiv. Das belegen auch die Besucherzahlen mit rund 9.700 Personen pro Tag.